Man hört und sieht ja überall, dass
Bangkok eine aufregende Stadt ist. Im Internet war der Grenzübergang von
Kambodscha auch als Erlebnis beschrieben und spätestens nach Hangover 2 hat man
sich ja das eine oder andere Vorurteil gebildet. Und wie das immer so ist,
steckt in allem ein Körnchen Wahrheit.
Der Grenzübergang
Hier Begann das Abenteuer stilecht.
Nach einigem Chaos schafften wir es die Grenze zu überqueren und wurden dann in
einen kleinen eingezäunten Bereich gepfercht und bekamen eine Nummer zugeteilt.
Dann hieß es plötzlich: Nummer 1-13 auf geht’s! Tja, blöd nur, dass ich die 10
war und Jojo und Elli Nummer 14 und 15. In der Hektik des Augenblicks
registrierten wir die Konsequenzen nicht so schnell und sagten, wir würden uns
ja schon am Busparkplatz in Bangkok treffen.
Tja, und ab da trennten sich unsere
Wege für die nächsten 8 Stunden.
Nachdem Kamikaze-Busfahrer seinen
Weg eine Stunde schneller nach Bangkok abgefahren war, als geplant, wurden wir
16Uhr an irgendeinem x-beliebigen Kreisverkehr in der Stadt rausgelassen. Außer
ein paar Büschen mit Ratten und mehreren Obdachlosen gab es nichts und
niemanden. Zum Glück hatte ich Helen im Bus kennengelernt. Ihr Rückflug nach
London ging erst am nächsten Tag und sie wollte am Flughafen übernachten,
sodass sie kurzerhand beschloss mit mir zusammen auf Jojo und Elli zu warten.
Zunächst war das Warten ganz lustig. Schließlich sollten die andern ja eh erst
17 Uhr da sein. Als es dann langsam dunkel wurde, gab es schon einen Anflug von
Panik. Schließlich, um 19:30Uhr, beschloss ich den Weg zum Hostel zu suchen und
zu hoffen, dass die Zwillinge auf magische Weise dort angelangt wären. Einziger
Haken an der Sache: ich wusste weder wie das Hostel heißt, noch wo es genau ist.
Elli hatte alles aufgeschrieben.
Dunkel konnte ich mich erinnern,
dass es an einer Banhstation war, deren Namen ich auch kannte. Also ab ins Taxi
und dorthin. Nach einigem erfolglosen umherwandern mit zig Tüten im strömenden
Regen und vielen erfolglosen Gesprächen mit Touristen und Einheimischen suchte
ich irgendwo Internet um nach Hostels in der Gegend zu googlen. Mit Erfolg!
Nachdem ich dann schon wieder in die falsche Richtung lief, schaffte ich es
tatsächlich total durchnässt und erschöpft ins richtige Hostel und was
erwartete mich da? Erleichterung! Jojo und Elli saßen beide im Zimmer! Ihr
könnt euch gar nicht vorstellen, wie glücklich wir alle waren.
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| unser Hostel Siam Classic |
Wieso ich nicht schon früher zum
Hostel gefahren war? 1. Weil unsere einzige Absprache gelautet hatte: ich warte
am Busparkplatz. 2. Weil ich das einzige Thailändische Geld hatte und immer
noch die Hoffnung besaß die beiden würden gleich um die Ecke kommen. 3. Weil ich
keinerlei Schimmer hatte, wie das Hostel hieß und wo es war.
Jojo und Elli indes hatten an der
Grenze noch eine geschlagene Stunde auf die Abfahrt ihres Busses warten müssen
und wurden dann ganz woanders am anderen Ende der Stadt rausgelassen. Von dort
fuhren sie zum Hostel, weil sie mich nirgends entdeckten (sie hatten ja zum
Glück auch Adresse und Telefonnummer) und warteten dann am Bahnhof auf mich,
bevor sie dann irgendwann, kurz vor meiner Ankunft, ratlos ins Hostel
zurückkehrten.
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| der Bahnhof |
Auf jeden Fall war das für uns
alles sehr, sehr aufregend. Vielleicht ein bisschen zu aufregend für die ersten
Stunden in einem neuen Land, aber es gab ja ein Happy End.
Ansonsten hat mich Bangkok eher
positiv überzeugt. Zu keiner Zeit fühlte ich mich unsicher oder war es total
chaotisch. Es ist auch eine erstaunlich saubere Stadt und die einzigen Betrüger
sind die Taxi- und Tuk-Tuk-Fahrer. Zum Teil auch deswegen entschlossen wir uns
viel zu Fuß zu erkunden, was wirklich interessant war.
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| Mittagsschläfchen in allen Positionen |
Wir besuchten die riiiesige
Chinatown und probierten nun endlich auch mal die Stinkfrucht. Nun, es ist
schwieirg sie zu beschreiben. Hauptsächlich ist sie cremig und schmeckt
besonders im Abgang nach Vanille und Karamel. Wäre da nicht dieser total
komische zwieblige Geschmack. Und die Textur. Nein, lecker war das irgendwie
überhaupt nicht. Aber dafür werde ich die ganzen Obststände am Straßenrand
vermissen. An jeder Ecke kann man frisch aufgeschnittene Mango, Ananas,
Granatapfel, Stinkfrucht, Orangen, Passionsfrucht und noch viel, viel mehr
kaufen. Und dementsprechend auch frisch gepresste Säfte. Ein Traum!
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| na mal sehen wie sie schmeckt? |
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| also, na ja... eigentlich... neeee |
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| Jojo ist auch nicht überzeugt |
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| ein frischer Maracuja-Smoothie - total erfrischend! |
Wir machten eine Bootstour durch
einige der kleineren Kanäle (Khlong), wo man auch mal das Hinterland und das
sogenannte alte Bangkok sehen konnte.
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| Blick von unserem Boot |
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| viele alte Häuser |
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| aber auch einige neue |
Ein Besuch im Königspalast durfte
natürlich auch nicht fehlen.
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| goldene Verzierungen ohne kitschig zu wirken |
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| ein Teil des Palastes |
Und wir waren auf Einladung Papas
hin in der Skybar aus Hangover 2 einen Cocktail schlürfen. Die Aussicht war
einfach einmalig!
Shoppen waren wir natürlich auch.
Aber wir waren von keinem der vielen Shoppingmeilen, Center oder Märkte
beeindruckt. Eigentlich waren wir sogar enttäuscht. Ein paar T-Shirts, aber
mehr gab es hier für uns auch nicht zu holen (und ein Koffer für alle meine
neuen Sachen natürlich).
Außerdem waren wir einen Vormittag
lang im Dusit Zoo. Ein wirklich toller, kleiner Zoo mit aufregenden Tieren,
super Informationstafeln, schönen Gehegen und vielen Ideen. Für mich das
Highlight war auf jeden Fall, dass man Nilpferde füttern konnte! Ein bisschen
eklig war das schon mit dem ganzen Sabber und so, aber so nah hab ich das Maul
eines Nilpferds vorher auch noch nicht gesehen! Ansonsten gab es eigentlich
alle Standard-Tiere, nur die Elefanten und Kängurus hat man uns vorenthalten (wegen
Bauarbeiten).
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| da stehen sie schon und warten |
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| eine tolle Robbenshow! |
Am letzten Tag sind Jojo und Elli
dann schon früh am Morgen zum Flughafen aufgebrochen während ich noch den
ganzen Tag vor mir hatte. So bin ich dann Boot gefahren, habe noch einen Tempel
besucht (Wat Aron), bin zum Wochenendmarkt gefahren (riiiesig und supervoll)
und habe noch ein gigantisches Shoppingcenter (Terminal 21) unsicher gemacht.
Hier gab‘s wieder alle Markenläden, aber auch zu europäischen Preisen. Nicht
mal H&M war billiger… Außerdem genoss ich meine erste richtige Thai-Massage,
die sehr entspannend war bevor es dann auf zum Flughafen ging.
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| mit Bild der Königin |
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| sehr steile Stufen hinauf |
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| mein Wartegefährte am Hafen |
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| sehr leckeres Kokoseis mit Erdnüssen |
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| Bangkok's Innenstadt |
Und plötzlich ist so ein großes
Abenteuer dann leider auch schon zuende. Schade eigentlich. Aber mittlerweile
hab ich mich auch schon richtig auf Zuhause gefreut. Also eigentlich ein guter
Zeitpunkt um heimzukehren!
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