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Sonntag, 10. März 2013

1. Uni-Woche: Geschafft!



Die erste Woche Uni-Alltag habe ich hinter mich gebracht mit dem Fazit: Viel Urlaub wird wohl nix. 

Meine Kurse sind sehr anspruchsvoll, sowohl inhaltlich, als auch die Anzahl der abzugebenden Arbeiten betreffend. Aber seht erstmal hier meinen Stundenplan. Sieht nicht viel aus, isses aber: 


Ich habe hauptsächlich Abends Uni, was ich nicht so schön finde, da der Tag dann so schlecht strukturiert werden kann. Aber man will den Master-Studenten hier die Möglichkeit geben vormittags zu arbeiten. 
Für den Kurs „Australian Literature“ lese ich gerade das erste von 6 Pflichtbüchern „The Man Who Loved Children“ von Christina Stead – ein 600-Seiten Monster, welches bisher gut unterhält.
Mein Mathedidaktik-Kurs scheint noch etwas unorganisiert, ist aber um Meilen besser als seine Potsdamer Äquivalente.
Der Kurs „English as a Second Language Method“ ist so eine Art Englischdidaktik. Nur komisch. Ich mag weder den Inhalt noch die Dozentin, aber es hilft ja alles nichts.
Schließlich habe ich auch noch einen Kurs aus dem Nuru Gili Institut gewählt – dem Institut für Indigenous Studies (also der Aborigines). Der Kurs scheint mir ungemein anspruchsvoll, aber auch sehr gewinnbringend. Ich habe gleich Bekanntschaft mit einigen Nachfahren der Aborigines gemacht und wir haben 2 Stunden lang über Identität und Selbst philosophiert.
Dies soll es aber erstmal zum universitären gewesen sein. Denn außerdem ist noch eine Menge passiert! 

Pub Quiz
Am Montag sind wir zu viert unter dem Decknamen „Hoppende Bananer“ (zu deutsch: hüpfende Bananen) zu einem Pub Quiz ins nahe Regents gegangen. Die finden da wöchentlich statt und man kann einfach mitmachen. Insgesamt müssen 40 Fragen und eine Zusatzaufgabe beantwortet werden und schließlich gibt es Preise für die ersten Teams. Wir haben uns wacker geschlagen und es auf den vorletzten Platz geschafft! Dies bedeutete ein Bier pro Person aufs Haus. Immerhin! Außerdem durften wir uns eine Kategorie für nächste Woche aussuchen. Wenig spontan wurde es „große Momente im deutschen Sport“. Mal sehen wie wir nächsten Montag abscheiden!

Social Soccer
Wie gesagt bin ich ja dieser Society beigetreten und tatsächlich konnte einfach jeder kommen und Fußball spielen. Resultat: 30 Menschen, davon 4 Mädchen, mit verschiedensten Könnensstufen versuchten unorganisiert irgendwie den Ball bei fast 30°C in der prallen Sonne zu treffen. Nun – es war ein Erlebnis. 

Rugby
Ich habe mein erstes Rugby-Spiel besucht (im Allianz-Stadion von Sydney). Vielleicht wäre es schlau gewesen sich vorher etwas über die Regeln zu informieren, aber es war auch so ein großes Spektakel. Im Stadt-Derby spielten die Roosters aus Nord-Sydney im eigenen Stadion gegen die Rabbitohs aus Süd-Sydney. Das Stadion war vollbesetzt und die Stimmung fantastisch. Untermalt wurde das Ganze von riesigen Feuerfontänen bei Punkten für die Heimmannschaft. Leider geschah das nicht so häufig, da die Roosters mit 10:28 zuhause verloren. Etwas überrascht war ich über das Verhalten der Fans gegen Spielende. Die Rooster-Fans verließen schon ab 10min vor Spielende das Stadion und wurden wild beschimpft, besungen und beworfen von Fans des gegnerischen Teams. Hier nennt man das Shaming und es war nicht schön anzusehen. 








Welcome BBQ at Coogee Beach und morgendliches Joggen zum Strand
Am Freitag hatte das Exchange Office ein Willkommens-Barbeque am Strand organisiert. Dies gab uns die Möglichkeit weitere Kontakte zu knüpfen und die bestehenden zu vertiefen und war sehr angenehm (auch wenn das Essen kaum reichte und zudem ungenießbar war, aber von Würsten verstehen die hier offenbar nicht viel). 

Die Schlange zum Essen...

Und wir sind natürlich wieder zum Sonnenaufgang zum Strand gejoggt. Dies soll nun zum wöchentlichen Ritual werden. 





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ENDLICH – Der große Strandvergleich
Den kann ich euch nun nicht mehr länger vorenthalten. Denn ich habe gestern den Bondi-to-Coogee-Coastal-Walk absolviert und dabei ein gutes Stück der Küste kennengelernt. Auch wenn es für euch vielleicht weniger spannend ist, möchte ich euch die verschiedenen Strände von Sydney gerne vorstellen. Vielleicht kommt ihr ja auch mal in den Genuss nach Sydney zu fliegen und habt nur 2 Tage Zeit und wisst nicht wohin – dann werdet ihr euch an meinen großen Strandvergleich erinnern und keinerlei Zeit verschwenden! 
Bondi-Beach
Der Strand der Surfer, Stars und Sternchen. Hat eine enorme Ausdehnung und ist hauptsächlich eines, nämlich voll. Superschöner Sand und hohe Wellen. 


Und liebe Familie, erinnert ihr euch an das Schwimmbad direkt am Strand aus dem Film über Sydney? Hier ist es!

 Sand: 10
Baden: 6
Feeling: 8
Extra: Beginn des Coastal-Walk. 


Tamarama-Beach
Geradezu winzig, aber mit Rettungsschwimmer-Turm.


Sand: 6
Baden: 1 (die Wellen sind unmöglich, der Badebereich etwa 5m breit)
Feeling: 7
Extra: Klein und versteckt ist es hier nicht so voll. 


Bronte-Beach
Etwas kleiner und gut versteckt. Mit Grillplätzen und Stück Dschungel. 

Der Regenwald beginnt (es fing sogar passenderweise an zu nieseln)
 
Pfui, Spinne!
 

Hier sieht man mittig, wo der weiße Punkt ist, eine Delfinflosse, wenn man sich Mühe gibt.
 Sand: 5
Baden: 5
Feeling: 8
Extra: Wir haben etwa 20m vor der Küste Delfine gesehen! 

Clovelly
Hat Sand. Muss deshalb wohl auch ein Strand sein. 

Sand: 10
Baden: 10
Feeling: 3
Extra: Man kann hier tatsächlich schwimmen! Die Wellen schaffen es nicht bis hierhin. Wundervoll

Coogee
Der Hausstrand. 


Sand: 7
Baden: 9
Feeling: 7
Extra: Gute Verkehrsanbindung, umringt von Geschäften und Restaurants. 

Maroubra
Ein weiter Sandstrand weiter im Süden.



Sand: 9
Baden: 9
Feeling: 9
Extra: Der Rubiks-Cube natürlich.

Windsurfing
Ja, heute war ich das erste Mal auf dem Wasser und es war fantastisch! Auch wenn ich mich zunächst ziemlich ungeschickt anstellte (wir hatten ja schließlich auch keine richtige Einweisung), konnte ich schon nach kurzer Zeit einen kurzen, aber schnellen „Sprint“ über’s Wasser ablegen. Nur mit dem Bremsen, das hatte uns keiner gezeigt, sodass ich unsanft auf dem Segel landete. Aber Surfmaterial und Susi geht es gut.


Schlechte Nachricht
Eine schlechte Nachricht gibt es leider doch noch zu berichten. Na ja, eineinhalb. Die halbe ist: ich träume jede Nacht von Spinnen. Ieh. Und die ganze ist: Mein Handy wurde mir geklaut. In der Nacht von Samstag zu Sonntag habe ich auf dem Campus unter einer Laterne gesessen und mit Mama geskypt, als plötzlich drei Jungs angerannt kamen, mein Handy mitnahmen und in die Büsche verschwanden. Das war sehr ärgerlich, aber ich habe sowohl Karte, als auch Handy sperren lassen und habe auch glücklicherweise ein altes Handy als Ersatz mitgenommen (wer macht eigentlich sowas?), insofern ist alles gut. Aber merke: Auch, oder besonders, auf dem Campus ist man nicht sicher. 

UND
 Ich habe endlich eine Bettdecke. Das ist wirklich schön. Einen Sonnenbrand hatte ich ebenso, der war eher unangenehm. Aber hier sind noch ein, zwei Bilder, die ich euch nachreichen wollte. Dabei seht ihr das Abschiedsbild der Free-Tour durch Sydney und ein Bild aus dem Regent (Bar/Club in Uni-Nähe). 



Außerdem kommt mich Philipp Kluschke kommende Woche besuchen und unsere Pläne für die Osterferien haben sich verdichtet: Es wird zum Great Barrier Reef nach Cairns gehen! 
Die Mardi-Gras-Parade war auch sehr unterhaltsam, auch wenn ich leider keinerlei Bilder vorweisen kann. Aber definitiv ein MUST-SEE!

Der Coastal-Walk war wirklich hervorragend, den werde ich sicherlich noch einmal abschreiten. An dessen Ende haben wir auch ein paar Gruppenbilder gemacht und sind noch Thailändisch essen gegangen (ich hatte sehr scharfes, aber unglaublich leckeres grünes Curry). Im Anschluss haben wir noch Eis gekauft und uns auf den Campus gesetzt um die Ferien zu planen. 





So, das war eine aufregende Woche mit einem langen Blogeintrag, aber ich hoffe, er hat euch gefallen.
Ich muss jetzt noch ein bisschen für die Uni lesen und Hausaufgaben machen und freue mich auf die nächste Woche!

Meine Adresse
Nun noch meine Adresse, die ich euch so lange vorenthalten habe: 

Susanne Kirschbaum
39 Barker Street, Unit 39
Kingsford, NSW 2032, Sydney
Australien

Samstag, 2. März 2013

Orientation Week completed

Nun ist schon wieder eine Woche um – die Zeit vergeht rasant! 

Das wochenbestimmende Element war natürlich wie angekündigt die O-Week. Der Unterschied zwischen den Wochen hätte wohl größer nicht sein können. Wenn man letzte Woche mit viel Glück ein paar vereinzelten Studenten auf dem Campus begegnete, so konnte man sich diese Woche kaum durch die Massen schlagen.

Blick vom middle in den lower Campus

Auf dem lower und dem middle Campus (dazu gibt es sicherlich bald mal eine Erklärung) gab es unzählige Stände an denen sich sämtliche Clubs, Societies und Vereine vorgestellt haben. Die Auswahl war riesig!
Überall wurden Snacks, Getränke und andere Dinge verteilt – allerdings meist im Austausch mit persönlichen Daten, was anscheinend keinen zu stören schien. Es gab zusätzlich ein richtiges Programm mit Workshops für die man sich anmelden konnte (Sowas wie: "Wie schreibe ich ein gutes Essay", "Worauf muss ich achten, wenn ich an den Strand gehe", "Wie kann ich mit meinem Geld am besten über den Monat kommen", "Wie kann ich meinen Lebenslauf aufpimpen" und vieles mehr). 
Außerdem gab es auf dem Quad (dem Quadrangle Lawn, was viereckiger Innenhof bedeutet, was wiederum etwas ironisch ist, da die Rasenfläche nur auf drei Seiten von Häusern begrenzt wird…) jeden Tag verschiedenste Attraktionen (wie eine Hopseburg, Sumoringen, Riesen-Jenga, Bands, Tanzgruppen und allerlei anderes). Jeden Abend fand zudem ein riesiges Event statt. Dazu gehörte eine Comedy-Night, eine Filmnacht unter freiem Himmel (es kam "Warm Bodies", ein Film aus dem Genre "Zom-Com-Rom" was für Zombie Comedy Romance steht), eine Schaumparty, eine Karaoke-Party und der Auftritt der (berühmten?) Band „Jinja Safari“ aus Sydney. Aber seht selbst ein paar Eindrücke:

Warten auf einen kostenlosen Burger nach dem Welcome der Faculty of Arts and Social Sciences (FASS)


Eine der vielen Campus-Touren.


Filmabend "Warm Bodies" auf dem Quad

Sumoringen

Viele kleine Stände und Veranstaltungen auf dem Quad

mein neuer bester Freund

diesmal keine Hüpfeburg, sondern ein Labyrinth!

Maya (Kanada) und Fleur (Holland) spielen eine Partie Giant-Jenga

während wir versuchen uns an die Domino-Regeln zu erinnern.
So etwas wie Clubs und Societies gibt es an deutschen Hochschulen kaum. Wir haben zwar unseren Hochschulsport und die Fachschaften, aber vergleichbar ist das nicht. Man kann hier allem beitreten: von sämtlichen religiösen Verienigungen, über die Food-Lovers-Society und die Pokemon-Society (na, Steffen?) bis hin zur Quidditch-Society (na, Josi?). Wir haben auch einem der Quiddich-Spiele beigewohnt und uns prächtig amüsiert.

rechts die beiden Franzosen Timothee und Julien.

Startaufstellung

und los gings!

rechts im Bild der Schnatz, der als einziger ohne Besen laufen darf.



Nun fragt ihr euch natürlich, ob ich auch einer solchen Society begetreten bin. Doch da muss ich euch leider mit meiner Langweiligkeit enttäuschen. Ich bin lediglich der Social-Soccer-Society (die treffen sich 2 mal die Woche um aus Spaß ein bisschen Fußball zu spielen), der Vegetarian Society (weil die einmal die Woche ein vegetarisches Abendessen für nur 5$ anbieten – preislich unschlagbar) und schließlich dem Windurfing-Club beigetreten. Für die Clubs muss man gewöhnlich horrende Mitgliedsbeiträge zahlen (Bsp: wer Volleyball spielen will, muss zu insgesamt 7 Auswahlspielen erscheinen, wird dann einem Team zugeteilt und zahlt dann schlappe 300$ Mitgliederbeitrag). Beim Windsurfen war das Angebot allerdings unschlagbar und wenn ich wieder in Deutschland bin, kann ich mein Brüderlein vielleicht das eine oder andere Mal auf dem Wasser begleiten.

Aber natürlich ist auch außerdem der O-Week einiges passiert. 
Zum Beispiel Montag früh. Aufgrund für mich bis heute noch nicht nachvollziehbarer Ereignisse habe ich vermutlich in einem Zustand geistiger Umnächtigung eingewilligt, morgends um 6 Uhr joggen zu gehen. 
Wir machten uns zu fünft auf den Weg zum Strand und waren zunächst etwas enttäuscht, da der von uns erwartete Sonnenaufgang offenbar schon ohne unser Beisein stattgefunden hatte. Nach einem erfrischenden Bad im Meer wurden wir jedoch doch noch belohnt und der Himmel zeigte sich von seiner schönsten Seite!

Sonnenaufgang am Coogee Beach


Oder am Freitag. Es sollte eine Exchange-Exkursion in den Taronga-Zoo geben. Leider hat es aus Eimern geschüttet, doch die Australier blieben zuversichtlich "Es klart heute nachmittag noch auf!". Dem war zwar leider nicht so, aber dennoch war der Ausflug in den Zoo sehr aufregend und einmalig. Regen schweißt irgendwie doch zusammen. Und vor allem der Austausch von sämtlichen Tiernamen und -geräuschen in verschiedenen Sprachen ist immer wieder unterhaltsam.

Ein (überraschenderweise) schlafender Koala (denn das machen die 20h am Tag)


Den Giraffen war's auch zu regnerisch...



Auch die Känguruhs guckten grimmig drein

ein Emu

Hier sind Jolly, der einzige Austauschstudent aus Island, Inga und Felix aus Deutschland, Anne, Julie und Ane aus Dänemark und Tuuli aus Potsdam.

Außerdem waren wir einen Nachmittag auch nochmal am Strand und haben die letzten Sonnenstrahlen ausgenutzt. Inspiriert von Philip Kluschke versuchten wir einen Sand-Schnee-Mann zu errichten. Mit mäßigem Erfolg:

Und es entstand auch das bereits viel kommentierte folgende Bild:


Mitterweile habe ich auch in meinem Zimmer Internet (wenn auch ungemein teuer: pro Gigabyte zahlt man 2$) und mein Blog hat eine neue Funktion erhalten. Eine "Per E-Mail benachrichtigen"-Funktion. Wer sich dort einträgt, bekommt bei jedem neuen Blogeintrag eine Mail zugesandt und muss nicht mehr selbst nachsehen. 

Ich drücke die Daumen, dass sich das Wetter bald bessert. Denn wer will schon solche Touristen-Bilder sehen:


Montag fängt die Uni an und ich bin sehr gespannt, was mich dann erwartet!
 Bis dahin!

Wir lernen heute noch Australisch: 
Let's grab some brekkie!  - Brekkie steht hierbei für Breakfast (Frühstück)