Seiten

Sonntag, 24. Februar 2013

Erkundungstouren


Hi Mates! 

Gestern war so richtiges Sauwetter. Es schüttete den ganzen Tag wie aus Eimern und es soll jetzt auch die nächsten Tage weiterregnen. Die Pläne für’s Wochenende haben sich damit dezimiert, aber so ein bisschen Ruhe tut auch mal ganz gut. Gerade, da ich momentan von einer Erkältung geplagt werde. 

Aber nun werdet ihr euch fragen: Was mag Susi in den letzten Tagen wohl gesehen und erlebt haben? Nun, ich werde es euch erzählen. Denn noch hat die Uni nicht angefangen und ich habe genug Zeit meine Eindrücke mit euch zu teilen.
Apropos Uni. Es gibt gute Nachrichten. Wie einige von euch wissen, wollte ich gerne Didaktik-Kurse hier belegen, durfte das aber offenbar gar nicht. Das war ziemlich enttäuschend. Nach einer E-Mail und einem persönlichem Gespräch mit einer  Dozentin löste sich dieses Schicksal aber vor 2 Tagen in Rauch auf – ich darf sogar sehr gerne Didaktik-Kurse belegen! (zwar keine SPÜ an der Schule, aber immerhin die Didaktik dahinter) Was für eine Freude! Es schien wohl immer nur Missverständnisse gegeben zu haben. Ein Glück. So steht meine Kurswahl nun im Groben fest: 
  •  Australian Literature
  • Math-Method (Mathedidaktik)
  •  English-Method (ratet mal…)
  • Colonization and Identity of Aboriniges (oder so ähnlich)
      Eine sehr gute Mischung, wie ich finde. Wenn mein Stundenplan nächste Woche steht, werde ich ihn euch selbstverständlich mitteilen. 

Nun aber zu etwas anderem. Ich habe beschlossen einen großen Strandvergleich anzustellen. Bisher stehen schon drei Strände zur Auswahl: Coogee Beach, Marouba Beach und Bondi Beach. Nächste Woche kommen definitiv noch einige kleine dazu und hoffentlich auch der berühmte Manly Beach. Bis dahin werde ich euch weitere Fotos und Wertungen vorenthalten – ihr dürft also gespannt sein! 

In den letzten Tagen habe ich hauptsächlich die Innenstadt erkundet. Zum einen ganz alleine in den frühen Morgenstunden (der Jetlag trägt irgendwie dazu bei, dass ich gegen 6 Uhr einfach wach bin) und zum anderen bei einer der berühmten Free Tours durch Sydney, an dessen Ende man zahlt, was es einem Wert war. Hier mal ein paar Impressionen von meinen Erkundungen. Doch zunächst noch der Beweis, dass ich tatsächlich schon baden war!


Meine Erkundung begann im Hyde-Park (ja, nach dem Park in London benannt, aber viel, viel kleiner)


Hier der Fernsehturm von Sydney, der "Golden Bucket" - also goldener Eimer - genannt wird. Die Australier sind wirklich unglaublich kreativ bei der Namensgebung... 


Hier ein Glücksschwein vor dem Krankenhaus. Wenn man die Nase berührt, soll man wohl Glück haben. Ich habs vorsichtshalber mal gemacht... man weiß ja nie, wann man mal Glück brauchen kann!


 Es ging weiter durch die Innenstadt zum Botanischen Garten, in dem ausdrücklich erlaubt ist auf dem Rasen zu laufen, die Rosen zu riechen und die Bäume zu umarmen. Hier ist auch das Government House.


Hier ein Blick zurück in die Innenstadt mit einem Kunstwerk.


Hier bin ich vor der Harbour Bridge, die ich dann später auch noch zu Fuß überquerte.


Und ein Blick auf das Opernhaus und die Innenstadt:


Hier dann noch ein typisches Sydney-Bild:


Dies ist der Guide meiner Free Tour gewesen. Wir stehen gerade an dem Punkt, an dem das erste Mal ein Brite an Land gegangen ist. Nicht sehr spektakulär, muss ich sagen.


Außerdem habe ich endlich ein paar neue Leute kennengelernt. Vorgestern fand der Early Arrivals Afternoon Tea statt, an dem man schon mal erste Kontakte knüpfen konnte. Gestern bei der SDI Movie und Pizza Night konnten diese etwas vertieft werden. Ich muss sagen: viele, viele Deutsche! Und erstaunlicherweise bestehen auch schon viele teils feste Gruppen. Besonders bei den Leuten, die sich zu Beginn in einem der Hostels kennenlernten und nun zusammenwohnen. Natürlich ziehe ich ständig Vergleiche mit meinem Erasmus-Semester in England und muss dann doch oft feststellen, dass es hier ganz anders läuft. In so einer großen Stadt, wo jeder woanders wohnt und studiert ist das wohl auch kein Wunder. 

Ich habe festgestellt, dass Australier unglaublich nette, hilfsbereite und offene Menschen sind. Überall in der Stadt wird man angelächelt, bei Fragen versucht jeder zu helfen – ein „Geht nicht“ gibt’s nicht. Das macht den Aufenthalt ungemein angenehm und das wird es hoffentlich auch erleichtern Leute in der Uni, bzw. in den Kursen kennenzulernen. Ich vermute, dass nicht viele Austauschstudenten Didaktik-Kurse belegen (weil sie ja „offiziell“ gar nicht dürfen) und ich deshalb viel Kontakt zu Aussies knüpfen werde. 

Ich kann euch schon verraten, dass es nächste Woche sehr, sehr spannend wird. Da findet nämlich die O-Week statt, die Orientation Week. Die ganze Woche über finden Veranstaltungen, Workshops und Aktivitäten statt, der ganze Campus ist voller Stände und es wird ganze viele Freebees (kostenlose Kleinigkeiten) geben. Die Clubs und Societies stellen sich vor, die Fakultäten begrüßen einen und überhaupt und sowieso! Außerdem wurden einige Veranstaltungen für uns Austauschstudenten organisiert, wie zum Beispiel ein Ausflug in den Taroonga Zoo (der richtige Zoo von Sydney) oder der berühmte Bondi to Coogee Coastal Walk (ein etwa 2-3stündiger Wanderweg von Strand zu Strand an den Klippen entlang) und vieles mehr. 

Zum Abschluss noch eine wunderbare Entdeckung: Es gibt hier SNAKEBITE! Ein, meiner Meinung nach, typisch Britisches Getränk, dem ich in England verfallen bin. Es besteht zur Hälfte aus Bier und Cider (Apfelwein) mit einem Schuss Black Currant (So ein Saft aus so Beeren). Da es hier, wie auch in England, keinerlei Mischbier gibt (sowas ist ziemlich verpönt – nur Deutsche machen das) bin ich also nun gerettet!

Jetzt werde ich noch den restlichen verregneten Sonntag genießen - ich muss unbedingt noch einkaufen und werde mir vielleicht (je nach Gesundheit) noch ein schönes Museum raussuchen und besichtigen. Mal schaun :) 

Hier die Fassade des "Museum of Contemporary Art", welches ich vielleicht besuchen will. Dieser riesige Spiegel wurde erst zu Weihnachten dort installiert. Offenbar sind die Australier aber nicht die schlausten, denn natürlich reflektiert und bündelt der Spiegel das Sonnenlicht. Und wohin? Seht selbst: 


Es gibt extra Sprinkleranlagen, die jeden Morgen verhindern sollen, dass das Gras Feuer fängt. Schlau schlau...

Bis bald, 
Susi

2 Kommentare:

  1. Wie das immer so ist,hast du natürlich schon viel erlebt. Aber es ist trotzdem beeindruckend! Und klingt sehr abwechslungsreich! Ich drück dir die Daumen, dass du während der o-week noch mehr neue Menschen kennenlernst..und mach mir da eigentlich auch gar keine Sorgen!!
    Es ist voll gut, dass das mit den Didaktikkursen noch geklappt hat und du damit wahrscheinlich wirklich auch "echte" Aussies kennenlernst. Ach, das ist alles so spannend!!! :) Wir warten auf Neuigkeiten, as always!!
    Also - step it up a gear!!
    Josi
    PS: ganz liebe Grüße von Steffen :)

    AntwortenLöschen
  2. PPS: Toller Spiegel. Konnte man ja nicht ahnen, dass Gras Feuer fangen kann.. Oder vielleicht ist das einfach nur mal wieder diese Art von Kunst, die sich mir nicht erschließt.. Nun ja..

    AntwortenLöschen