Dass in Australien nicht immer die
Sonne scheint haben wir nun auch zu spüren bekommen. Heute ist schon der zweite
ekelige Tag in Folge und es ist keine Besserung in Sicht. Bei tief hängenden
Wolken und ununterbrochenen Regenfällen macht das Reisen dann doch nicht mehr
so viel Spaß. Vor allem, wenn man statt drinnen zu sitzen oder im Auto zu
fahren auch am Strand liegen und Schnorcheln könnte. Aber man kann eben nicht
alles haben. Und wir machen natürlich das Beste draus!
In meinen letzten Eintrag habe ich
vom Highway 1 auf dem Weg nach Denham berichtet. Dort sind wir dann zum Glück
auch heil angekommen, was nicht so ganz selbstverständlich ist. Kurz nach uns
trafen zwei Jungs ein, ihre Auto auf einem Abschleppwagen. Sie hatten ein
Känguru getroffen und das Auto war nun unbrauchbar (den beiden war aber
glücklicherweise nichts geschehen). Eins der größten Ziele in der Nähe von
Denham war Monkey Mia, ein Ort in dem täglich morgens Delfine gefüttert werden.
Auch wenn wir früh aufstehen mussten – es hat sich gelohnt! Wir sahen viele
Delfine und sogar eine Schildkröte!
Dann begaben wir uns auf die Suche nach einem Wanderweg und fanden die Little Lagoon – eine kleine hellblaue Lagune mitten in der Landschaft. Bis zu 3m tief und bewohnt vom nicht ganz ungefährlichen Stonefisch (was in Australien ist denn auch ungefährlich…). Der Stonefisch, nur zu eurer Information, tarnt sich als Stein, hat aber viele spitze Stacheln die sich dem unbedachten Strandwanderer in die Fußunterseite bohren können. Kein schöner Gedanke. Wir beschlossen die Lagune einmal zu umlaufen (etwa 3km). Doch Lagunen haben es so an sich, eine Verbindung zum Meer aufzuweisen. Und diese ist durchaus auch mit Wasser gefüllt. Nachdem wir also den ganzen Arm bis an die Küste entlangliefen und nirgendwo eine Art Landbrücke entdeckten beschlossen wir es mit dem Stonefisch aufzunehmen und die Lagune zu Fuß zu durchqueren. Tatsächlich haben wir es alles heil bis ans andere Ufer geschafft, wenn auch etwas nasser als erwartet und etwas länger als erwartet – wir sind sicherlich die doppelte Strecke gelaufen!
| waten durch Wasser (es wurde noch deutlich tiefer!) |
In Denham bin ich auch das erste
Mal so richtig im Pazifik plantschen gegangen (kalt und salzig, wie zu erwarten
war). Wir haben mal wieder ein paar Orte unterwegs besucht von denen mich
besonders der sogenannte Shell Beach beeindruckte. Wie der (mal wieder überaus
kreative) Name schon sagt, handelt es sich dabei um einen Strand voller kleiner
Muscheln! Überall! Und immer die gleichen! Wahrlich einmalig.
Wir schlängelten uns weiter nach
Norden um schließlich erst in Coral Bay und heute dann auch in Exmouth zu
übernachten – und wo sich gleichzeitig auch die Sonne verabschiedete. In Coral
Bay hat uns das nicht vom Baden abgehalten – aber viel toller noch haben wir
dort zu dritt eine enorme Sandburg errichtet. Eine Sandstadt besser gesagt! Das
hat auch mehrere Stunden in Anspruch genommen bevor wir dann vor dem Regen
flüchten mussten.
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