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Sonntag, 30. Juni 2013

Hoch in den schönen Norden



Dass in Australien nicht immer die Sonne scheint haben wir nun auch zu spüren bekommen. Heute ist schon der zweite ekelige Tag in Folge und es ist keine Besserung in Sicht. Bei tief hängenden Wolken und ununterbrochenen Regenfällen macht das Reisen dann doch nicht mehr so viel Spaß. Vor allem, wenn man statt drinnen zu sitzen oder im Auto zu fahren auch am Strand liegen und Schnorcheln könnte. Aber man kann eben nicht alles haben. Und wir machen natürlich das Beste draus! 

In meinen letzten Eintrag habe ich vom Highway 1 auf dem Weg nach Denham berichtet. Dort sind wir dann zum Glück auch heil angekommen, was nicht so ganz selbstverständlich ist. Kurz nach uns trafen zwei Jungs ein, ihre Auto auf einem Abschleppwagen. Sie hatten ein Känguru getroffen und das Auto war nun unbrauchbar (den beiden war aber glücklicherweise nichts geschehen). Eins der größten Ziele in der Nähe von Denham war Monkey Mia, ein Ort in dem täglich morgens Delfine gefüttert werden. Auch wenn wir früh aufstehen mussten – es hat sich gelohnt! Wir sahen viele Delfine und sogar eine Schildkröte! 
Streicheln verboten!

ein Delfin

und die Schildkröte!

Dann begaben wir uns auf die Suche nach einem Wanderweg und fanden die Little Lagoon – eine kleine hellblaue Lagune mitten in der Landschaft. Bis zu 3m tief und bewohnt vom nicht ganz ungefährlichen Stonefisch (was in Australien ist denn auch ungefährlich…). Der Stonefisch, nur zu eurer Information, tarnt sich als Stein, hat aber viele spitze Stacheln die sich dem unbedachten Strandwanderer in die Fußunterseite bohren können. Kein schöner Gedanke. Wir beschlossen die Lagune einmal zu umlaufen (etwa 3km). Doch Lagunen haben es so an sich, eine Verbindung zum Meer aufzuweisen. Und diese ist durchaus auch mit Wasser gefüllt. Nachdem wir also den ganzen Arm bis an die Küste entlangliefen und nirgendwo eine Art Landbrücke entdeckten beschlossen wir es mit dem Stonefisch aufzunehmen und die Lagune zu Fuß zu durchqueren. Tatsächlich haben wir es alles heil bis ans andere Ufer geschafft, wenn auch etwas nasser als erwartet und etwas länger als erwartet – wir sind sicherlich die doppelte Strecke gelaufen!



waten durch Wasser (es wurde noch deutlich tiefer!)
In Denham bin ich auch das erste Mal so richtig im Pazifik plantschen gegangen (kalt und salzig, wie zu erwarten war). Wir haben mal wieder ein paar Orte unterwegs besucht von denen mich besonders der sogenannte Shell Beach beeindruckte. Wie der (mal wieder überaus kreative) Name schon sagt, handelt es sich dabei um einen Strand voller kleiner Muscheln! Überall! Und immer die gleichen! Wahrlich einmalig.
Wir schlängelten uns weiter nach Norden um schließlich erst in Coral Bay und heute dann auch in Exmouth zu übernachten – und wo sich gleichzeitig auch die Sonne verabschiedete. In Coral Bay hat uns das nicht vom Baden abgehalten – aber viel toller noch haben wir dort zu dritt eine enorme Sandburg errichtet. Eine Sandstadt besser gesagt! Das hat auch mehrere Stunden in Anspruch genommen bevor wir dann vor dem Regen flüchten mussten.  


shell Beach

Muscheln überall

Dünenwanderung in Exmouth


die Master der Stadtplanung

unsere bescheidene Festung

mit Hafen

Schafen, Windmühle und Galgen

Morgen machen wir uns auf den Weg nach Osten ins Landesinnere. Dort befindet sich West-Australiens Zweitgrößter Nationalpark. Karijini National Park soll einer der schönsten und beeindruckendsten Parks in Australien sein! Drückt die Daumen, dass sich das Wetter wieder bessert. 



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