Der Abschied aus Brisbane und von Philipp kam schneller als
erwartet und am Flughafen angekommen stellte sich bei mir etwas Panik ein, als
ich gefühlte 20 Kleinkinder und Babys um mich herum rennen, lachen, weinen und
kreischen hörte. Schließlich sollte der Flug 6 Stunden dauern. Glücklicherweise
saß ich offenbar strategisch günstig und nur neben den stillen Kindern. Sehr
gut.
Ich muss zugeben, ich mag Perth sehr. Schon allein der Fakt,
dass quasi an jeder Kreuzung ein aussagekräftiger Hinweispfeiler mit Karte und
Infos steht und dass es drei kostenlose Buslinien gibt die durch die Innenstadt
verkehren, macht die Stadt sehr besucherfreundlich. Das habe ich natürlich auch
gleich mal ausgenutzt und bin mit jeder Linien einmal im Kreis gefahren. Das
war ein Spaß sage ich euch. Und es vertreibt Zeit, falls man zu viel hat.
Besonders gut hat mir Kings Park gefallen. Die Aussicht auf
die Stadt ist großartig und der großzügige botanische Garten hat meinen
Horizont merkwürdiger Gewächse durchaus erweitert. Nach der Ankunft von Ane und
Felix haben wir auch noch einen nahen Strand (Cottesloe) und die berühmte
Hafenstadt Freemantle besucht und dabei doch gleich unseren ersten
Sonnenuntergang über dem Indischen Ozean betrachtet. Dies sollte nicht das
letzte Mal gewesen sein! Als Yannick tags darauf auch eintraf war unsere kleine
Reisegruppe komplett – es konnte losgehen!
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| Perth Skyline |
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| Cottesloe Strandhaus |
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| unser Auto |
Nach einigen Reisevorbereitungen und einer Kassiererin die
sich durchaus über das gut gefüllte Kassierband wunderte, holten wir unser mehr
als geräumiges Auto ab und machten uns auf den Weg nach Norden. Das Wetter war
seit der Ankunft der anderen fantastisch und sollte dies auch bleiben. Um euch
nicht mit allen Details und kleinen Örtchen und Attraktionen zu langweilen will
ich hier nur ein paar Highlights der letzten Woche widergeben.
Unser erstes großes Ziel war der Sonnenuntergang über den
Pinnacles bei Cervantes. Dabei handelt es sich um viele kleine fingerähnlich
aus dem Boden ragenden Felsen. Wie genau die entstanden sind konnten wir keiner
Hinweistafel entlocken, aber dafür konnten wir sie fast ganz allein genießen.
Außerdem begegneten wir unseren ersten wilden Kängurus hautnah! Auch wenn wir
uns nur wenige Stunden von Perth entfernt hatten merkte man deutlich, dass wir
hier nicht im touristischen Amerika sind, sondern ziemlich weit ab vom Schuss
und eben in Australien. Touristen scheint es besonders um diese Jahreszeit
wenige zu geben. Es ist ja auch schließlich Winter.
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| ein Känguru! |
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| die Pinnacles in Cervantes |
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| unser Hausstrand in Cervantes |
Am nächsten Tag machten wir uns auf nach Kalbarri, einem
Nationalpark. Der Weg dorthin war besonders aufregend, da Ane irgendwann
auffiel, dass sie ihre Handtasche nicht mehr fand. 45min zuvor hatten wir in
einem verschlafenen Örtchen Mittagsrast gemacht. Einen Anruf und 1,5h Autofahrt
später war Ane allerdings wieder glücklich – die Mitarbeiter hatten ihre Tasche
gefunden und aufbewahrt! Das gab Yannick, Felix und mir genügend Anlass den
Spielplatz in Geraldton unsicher zu machen – zur Freude der anderen Kinder.
Spannend waren auch die letzten Kilometer nach Kalbarri. Da die Sonne hier
schon gegen 17:30Uhr untergeht mussten wir diese letzten Teil im Dunklen
fahren. Dabei hatten wir unsere Rechnung nicht mit den Kängurus gemacht! Diese
kamen unserem Auto teils gefährlich nahe, entschieden sich jedoch
glücklicherweise immer dem Auto fern zu bleiben. Kängurus sind inzwischen keine
Seltenheit mehr. Man sieht sie des Öfteren (tot oder lebendig) am Straßenrand
oder an Wanderwegen.
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| und ein singendes und springendes Känguru |
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| die Piratencrew auf dem Spielplatz in Geraldton |
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| Spielplatzkönigin |
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| sehr coole Strandtoiletten |
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| Green Head Bay |
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| Muschelstrand |
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| Sonnenuntergang am Red Bluff |
Heute früh brachen wir aus Kalbarri auf um weiter nach
Norden, um genau zu sein nach Denham, zu fahren. Die meiste Zeit verbrachten
wir auf dem Highway 1, auf dem man Australien umrunden kann. Eine langweiligere
Straße kann man sich kaum vorstellen. Im Abstand von einigen Stunden sieht man
mal einen „Ort“ mit einer Tankstelle, einem kleinen Shop und ein paar Häusern.
Sonst nichts. Zu unserer Freude ist die Erde hier wie erwartet rot und ab und
zu kann man auch hier Emus, Kängurus und auch wilde Ziegen beobachten.
An sich ist es toll wie flexibel einen die Reise mit dem Auto
macht. So können wir immer recht spontan entscheiden wohin es als nächstes geht
und auf die Hinweise der lokalen Bewohner warten. Besonders in den Hostels sind
die Leute sehr hilfreich. Die Landschaft ist sehr wechselhaft, doch zumeist in
unseren Augen „untypisch“, da sehr grün aber dafür auch oft sehr einzigartig
und beeindruckend und vor allem gespickt mit lauter tollen Tieren! Das Wetter
war die letzte Woche einfach traumhaft ohne ein einziges Wölkchen am Himmel und
die Gruppenstimmung ist sehr gut, sodass wir uns alle auf die nächsten
Abenteuer freuen!
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| Sonnenuntergang in Denham |
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