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Samstag, 13. Juli 2013

Adelaide nach Melbourne in 4 Tagen



Und schwupps ist schon wieder mehr als eine Woche vergangen. Wenn man reist vergeht die Zeit noch schneller als sonst schon. Heute schreibe ich euch aus Melbourne, quasi der Rivalstadt Sydneys. Obwohl Sydney die erste richtige Stadt war und somit immer eine Art Vorherrschaft hatte, entwickelte sich Melbourne fantastisch. Die europäisch anmutende Stadt etablierte sich bald als Künstlermetropole und wurde schnell populärer als Sydney. Als es dann darum ging eine Hauptstadt zu küren standen die beiden Städte im starken Kontrast zueinander, jede auf ihre Weise zentral und unverzichtbar. Das Ende der Debatte kennt ihr: Das Land auf dem Canberra heute steht wurde demokratisch als Mittelweg auserkoren und eine neu geplante Hauptstadt wurde errichtet. 

unser Auto

Gemeinschaftsfrühstück

Nun aber wieder zu mir und zum Anfang meiner Südreise in Adelaide. Ich hatte das Glück und Vergnügen mit Felix, Inga, Kristina und Yannick eine wunderbare Reisegruppe gefunden zu haben. Adelaide war ein guter Startpunkt, denn ab da konnte es nur noch aufwärts gehen. Die Stadt hat meiner Meinung nach wenig Charme, der botanische Garten (durch den wir freundlicherweise geführt wurden) hatte ein paar interessante Fakten für uns, doch allgemein war die Stadt eher enttäuschend. Einziger Fun-Fakt: Adelaide wurde nach der Frau des Gouveneurs und Königs Edward benannt – Prinzessin Adelheid. Um noch ein bisschen Sonne ins Trübe Adelaide zu bringen begaben wir uns auf eine fast 2-stündige Delfintour wurden jedoch auch hier nicht belohnt – kein einziger Delfin empfand es für nötig in den von uns befahrenen Gefilden nach Luft zu schnappen. Schade. 

Botanischer Garten in Adelaide



vor unserer Delfintour

... und währenddessen

Aber wie gesagt, von da an wurde es immer besser, ebenso wie das Wetter. Wie hatten die meisten Tage kaum Wolken oder sogar komplette Sonnentage. Der Winter hat uns dabei mal gezeigt, wie kalt es durchaus werden kann: wir hatten teilweise Minusgrade und Frost in der Nacht, während wir uns tagsüber zum Teil zwischen 6 und 14°C bewegten. In der Sonne war es jedoch schön warm (sobald sie denn schien) und wir waren gut ausgerüstet.

Gleichfalls konnte uns der Süden Australiens mit seinem Tierreichtum beeindrucken. Wir konnten mehrere wilde Wallabies beobachten, wier sahen eine Wal-Mama mit Baby küstennah durchs Wasser gleiten, wir beobachteten ein Opossum, welches so gar nicht menschenscheu war und ließen und von wilden Koalas verzücken, die quasi am Straßenrand ihr Nickerchen hielten. Dafür, dass Koalas 19 Stunden am Tag schlafen haben wir erstaunlich viele aktive und durchaus auch agile Koalas gesehen. 

Achtung Kangurus!

ein echtes Wallaby


posierendes Possum

die kleine Walfamilie

hallo?

sooo nah am Straßenrand

Das Bild der Südküste war natürlich geprägt von der berühmten Great Ocean Road. Die Straße  führt größtenteils direkt am Wasser entlang und ermöglicht unzählige Stopps um die faszinierende Klifflandschaft und später die vielen Strände zu besuchen. Zu den Touristenhighlights gehört dabei die London Bridge, die man ursprünglich begehen konnte, bis sie 1990 dann mitten am Tage zusammenbrach und ein paar unglückliche Seelen auf der Wasserseite etwas dumm aussehen ließ. Doch ein Hubschrauber konnte sie retten und es gab keine Verletzten. Auch die 12 Apostel, von denen nur noch etwa 6 existieren, sind sehenswert. Dabei handelt es sich um herausragende Steinblöcke im Wasser. Allerdings weiß man nicht, wann sich der nächste verabschieden wird (der letzte fiel 2005). 

nahe des Anfangs der GOR


Sonnenuntergang am ersten Tag


die Überreste der London Bridge


die "12" Apostel

nun, ganz so warm war es nicht...

doch dann kam die Sonne raus vor der Swing-Bridge

Küstenlinie

Doch auch außerhalb der Great Ocean Road gab es einiges zu sehen. Kraterseen, versunkene Gärten, Leuchttürme, einsame Inseln und niedliche Küstenstädtchen. 

Granite Island

versunkener Garten in Mt Gambier

der verwunschene Wald

Leuchtturm-Idylle

Kratersee in Mt Gambier

Griffith Island in Port Fairy

und noch ein Leuchtturm

Und nun sind wir wie gesagt in Melbourne angekommen. Leider hat uns hier der Regen auch wieder eingeholt, aber wir haben heute eine schöne Tour durch die Stadt unternommen und uns den Weg durch Chinatown nach little Greece zu little Italy gebahnt. Man fühlt sich also irgendwie wie in einem Mini-Europa. Einziger Nachteil der Stadt ist, dass es hier keinen einzigen natürlichen Strand gibt. Fazit bisher: eine wirklich sehenswerte Stadt, in der man auch mehr als 3 Tage verbringen kann. 

 
Melbourne-city

viel Street-Art




interessierte Gesichte wärend der Stadtführung

Nun geht es am Montag wieder zurück nach Sydney für ein paar Tage zusammen mit Yannick und Felix. Wir werden ein bisschen Sightseeing machen und höchstwahrscheinlich einen Tagesausflug nach Wollongong machen um Kristina zu besuchen. Vielleicht folgt dann noch ein kleine Auf-Wiedersehen-Australien-Eintrag bevor es auf nach Asien geht!

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