Der Süden Westaustraliens steht im
starken Kontrast zum Norden von Perth. Die Landschaft ist geprägt von Farmen
und bewirtschafteten Feldern, die Dichte an Orten ist wesentlich höher und
überhaupt fühlt man sich ein bisschen näher der Zivilisation. Auch die Dichte
an Attraktionen ist um einiges höher, sodass es uns nicht leicht fiel zu
entscheiden was wir sehen sollten und worauf wir verzichten könnten.
Wir entschieden uns einen ersten
Stopp im Küstenort Bunbury zu machen. Die Australier sind unglaublich stolz auf
ihre Küste und vor allem ihre Strände, die sie einem zu jeder Jahreszeit
wärmstens empfehlen. Zur jetzigen Winterszeit sind die meisten Orte allerdings
recht verschlafen und touristenarm und unsere Motivation am Strand zu liegen dementsprechend
niedrig. Wir besuchten auch den längsten Steg der südlichen Hemisphäre in
Busselton. Fast 2km reicht der Steg aufs Meer hinaus und es gibt sogar eine
kleine Bahn die die Menschen auf dem Steg hin- und herfährt. Am Ende wird die
Mühe dann durch den Besuch in einem Souvenirshop belohnt – alles recht
amerikanisch.
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| Granitfelsen in Bunbury |
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| Schachleuchtturm |
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| Bunbury's Hafen |
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| Busselton's Steg |
Ein Highlight unserer Tour war dann
die Region um Margaret River. Eine in ganz Australien renommierte Weinregion,
die oftmals mit Weinregionen wie Bordeaux in Frankreich verglichen wird, da die
klimatischen Verhältnisse recht ähnlich sind. Natürlich haben wir auch ein
Weingut besucht und eine Führung mitgemacht um dann auch verschiedene Weine zu
verkosten. Dabei haben wir mit vielleicht 3 oder 4 Sorten gerechnet und waren
dann doch sehr überrascht, als uns insgesamt 11 verschiedene Weine eingeschenkt
wurden! Da hat man mal was für sein Geld bekommen! Außerdem haben wir auch eine
Schokoladenfabrik besucht (seeeehr lecker). Die Region ist zudem bekannt für
ihre Höhlen (durchaus beeindruckend) und für den Süd-westlichsten Punkt
Australiens am Cape Leeuwin. Hier treffen der Pazifische und der Südliche Ozean
aufeinander und wenn man Glück und Ausdauer hatten (wir hatten weder noch),
kann man auch Wale beobachten.
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| Eingang zur 60m tief gelegenen Lake Cave |
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| gewaltige Stalagtiten |
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| vorm Cape Leeuwin |
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| hier treffen die Ozeane aufeinander |
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| in einem Kuhort |
Dann verließen wir Margaret River
und fuhren weiter gen Osten. Hier gibt es zahlreiche Nationalparks und unter
anderen nach Pemberton in die einzige Region der Welt in der die sogenannten tingle trees
wachsen. Von den Aborigines dingle dingle
genannt, ist das besondere dieser Bäume, dass sie nach einer bestimmten Zeit
nicht mehr in die Höhe, sondern in die Breite wachsen. In diesem Prozess stirbt
das Innere des Baums ab und wird nicht mehr mit Nährstoffen versorgt, während
die sehr dicke äußere Schicht bestehen bleibt. Im Falle eines Buschfeuers
brennt dieses Innere dann oft aus ohne den Baum weiter zu beschädigen, was zu
quasi ausgehöhlten Bäumen führt. Diese Höhlen können zum Teil genug Platz für
ein Auto bieten. Außerdem wachsen andere Eukalyptus-Bäume, wie die Jarri und
Karri Bäume hier. Einige davon wurden damals als Feuerwachtürme genutzt und man
kann sie immer noch besteigen, wenn man mutig genug ist an den in den Baum
geschlagenen Stangen hinaufzuklettern. Das war schon sehr, sehr aufregend und
ich habe mich sogar auf einen der Bäume gewagt – die Aussicht wahr herrlich!
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| einer der besteigbaren Bäume |
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| Blick nach oben |
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| und auf geht's! |
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| die Aussicht lohnt sich! |
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| und wieder runter... |
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| ein tingle Baum mit viiiiiel Platz |
Wir haben auch die Küstenstädte
Denmark und Albany (wo wir doch tatsächlich einen Wal gesehen haben!) besucht bevor wir uns wieder nach Norden aufgemacht haben.
Wir nahmen eine 4-stündige Fahrt zum berühmten Wave Rock auf uns und wurden
nicht enttäuscht. Auch wenn der Fels, der wir eine Welle aussieht, doch
erstaunlich klein ist, so ist die Natur drumherum genauso interessant.
Besonders gefreut hatte ich mich auf den nahegelegenen Hippo Yawn Rock, der ein
bisschen wie ein gähnendes Nilpferd aussieht. Wir wanderten auch auf den Spuren
der Noongar, denen das Land gehört und besuchten Mulka Cave mit hunderten
Handabdrücken und vielen interessanten Infotafeln.
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| Wal-Station in Albany |
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| der berühmt-berüchtigte Wave Rock |
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| surfing the Wave Rock |
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| ich kann auch gähnen, wie ein Nilpferd! |
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| Mulkas Cave mit Handabdrücken der Aborigines |
Jetzt sind wir wieder in Perth
angekommen und verbringen unsere letzten Stunden hier bevor der zweite Teil der
Reise beginnt! Felix, Yannick und ich fliegen nach Adelaide und treffen dort
auf Inga und Kristina um die Südküste weiter zu erkunden.
Die Zeit hier an der Westküste war
wirklich einmalig! Ane hat das ganze mal aus ihrer Sicht auf Dänisch
zusammengefasst:
Susi har set mange spændende ting i Australien, bl.a. kænguruer, ræve,
papegøjer, delfiner og meget andet. Hun har været lidt bange for edderkopperne,
men når det kom til stykket var det slet ikke så slemt. For allermest er hun
skræmt af den farlige wombat. Den har dog langsomt transformeret sig til en
listig slange, mens vi har været i Vestaustralien. En listig slange, der spiser
hoppende bananer. Endnu værre er fnullermanden – den lever under sengen og
kommer frem hvis man har været uartig. Den kan blive rigtig stor , og man skal
passe på at den ikke pludselig gror ud af ens tøj. Den har
endnu ikke dræbt nogle, men det vil muligvis ske snart. Så heldigvis tager hun
lige om lidt til Adelaide for at køre the great ocean road. Vejret vil forhåbentlig være godt, ellers
kommer de til at fryse deres røv af. Og så vil der ikke være så meget ved et
besøg i Berlin… For så vil
jeg ikke længere kunne sige: Du bist ein Hosenscheißer – und das ist ganz
genau! Snip, snap, snude – så er den historie ude.
Da stimme ich einfach mal zu und
wünsche gleichzeitig meinem kleinen Großcousin Moritz den allerherrlichsten
allerersten Geburtstag, den man haben kann! Und stell dir vor, sogar am Wave Rock mitten im Nirgendwo habensich kleine Piraten herumgetrieben! Vielleicht kommst du ja irgendwann selbst mal hier her... Alles Gute!
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