Und schwupps ist schon wieder mehr
als eine Woche vergangen. Wenn man reist vergeht die Zeit noch schneller als sonst schon. Heute schreibe ich euch aus
Melbourne, quasi der Rivalstadt Sydneys. Obwohl Sydney die erste richtige Stadt
war und somit immer eine Art Vorherrschaft hatte, entwickelte sich Melbourne
fantastisch. Die europäisch anmutende Stadt etablierte sich bald als
Künstlermetropole und wurde schnell populärer als Sydney. Als es dann darum
ging eine Hauptstadt zu küren standen die beiden Städte im starken Kontrast
zueinander, jede auf ihre Weise zentral und unverzichtbar. Das Ende der Debatte
kennt ihr: Das Land auf dem Canberra heute steht wurde demokratisch als
Mittelweg auserkoren und eine neu geplante Hauptstadt wurde errichtet.
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| unser Auto |
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| Gemeinschaftsfrühstück |
Nun aber wieder zu mir und zum
Anfang meiner Südreise in Adelaide. Ich hatte das Glück und Vergnügen mit
Felix, Inga, Kristina und Yannick eine wunderbare Reisegruppe gefunden zu
haben. Adelaide war ein guter Startpunkt, denn ab da konnte es nur noch
aufwärts gehen. Die Stadt hat meiner Meinung nach wenig Charme, der botanische
Garten (durch den wir freundlicherweise geführt wurden) hatte ein paar
interessante Fakten für uns, doch allgemein war die Stadt eher enttäuschend. Einziger
Fun-Fakt: Adelaide wurde nach der Frau des Gouveneurs und Königs Edward benannt
– Prinzessin Adelheid. Um noch ein bisschen Sonne ins Trübe Adelaide zu bringen
begaben wir uns auf eine fast 2-stündige Delfintour wurden jedoch auch hier
nicht belohnt – kein einziger Delfin empfand es für nötig in den von uns
befahrenen Gefilden nach Luft zu schnappen. Schade.
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| Botanischer Garten in Adelaide |
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| vor unserer Delfintour |
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| ... und währenddessen |
Aber wie gesagt, von da an wurde es
immer besser, ebenso wie das Wetter. Wie hatten die meisten Tage kaum Wolken
oder sogar komplette Sonnentage. Der Winter hat uns dabei mal gezeigt, wie kalt
es durchaus werden kann: wir hatten teilweise Minusgrade und Frost in der
Nacht, während wir uns tagsüber zum Teil zwischen 6 und 14°C bewegten. In der
Sonne war es jedoch schön warm (sobald sie denn schien) und wir waren gut
ausgerüstet.
Gleichfalls konnte uns der Süden
Australiens mit seinem Tierreichtum beeindrucken. Wir konnten mehrere wilde
Wallabies beobachten, wier sahen eine Wal-Mama mit Baby küstennah durchs Wasser
gleiten, wir beobachteten ein Opossum, welches so gar nicht menschenscheu war
und ließen und von wilden Koalas verzücken, die quasi am Straßenrand ihr
Nickerchen hielten. Dafür, dass Koalas 19 Stunden am Tag schlafen haben wir
erstaunlich viele aktive und durchaus auch agile Koalas gesehen.
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| Achtung Kangurus! |
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| ein echtes Wallaby |
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| posierendes Possum |
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| die kleine Walfamilie |
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| hallo? |
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| sooo nah am Straßenrand |
Das Bild der Südküste war natürlich
geprägt von der berühmten Great Ocean Road. Die Straße führt größtenteils direkt am Wasser entlang
und ermöglicht unzählige Stopps um die faszinierende Klifflandschaft und später
die vielen Strände zu besuchen. Zu den Touristenhighlights gehört dabei die
London Bridge, die man ursprünglich begehen konnte, bis sie 1990 dann mitten am
Tage zusammenbrach und ein paar unglückliche Seelen auf der Wasserseite etwas
dumm aussehen ließ. Doch ein Hubschrauber konnte sie retten und es gab keine
Verletzten. Auch die 12 Apostel, von denen nur noch etwa 6 existieren, sind
sehenswert. Dabei handelt es sich um herausragende Steinblöcke im Wasser.
Allerdings weiß man nicht, wann sich der nächste verabschieden wird (der letzte
fiel 2005).
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| nahe des Anfangs der GOR |
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| Sonnenuntergang am ersten Tag |
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| die Überreste der London Bridge |
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| die "12" Apostel |
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| nun, ganz so warm war es nicht... |
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| doch dann kam die Sonne raus vor der Swing-Bridge |
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| Küstenlinie |
Doch auch außerhalb der Great Ocean
Road gab es einiges zu sehen. Kraterseen, versunkene Gärten, Leuchttürme,
einsame Inseln und niedliche Küstenstädtchen.
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| Granite Island |
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| versunkener Garten in Mt Gambier |
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| der verwunschene Wald |
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| Leuchtturm-Idylle |
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| Kratersee in Mt Gambier |
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| Griffith Island in Port Fairy |
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| und noch ein Leuchtturm |
Und nun sind wir wie gesagt in
Melbourne angekommen. Leider hat uns hier der Regen auch wieder eingeholt, aber
wir haben heute eine schöne Tour durch die Stadt unternommen und uns den Weg
durch Chinatown nach little Greece zu little Italy gebahnt. Man fühlt sich also
irgendwie wie in einem Mini-Europa. Einziger Nachteil der Stadt ist, dass es
hier keinen einzigen natürlichen Strand gibt. Fazit bisher: eine wirklich
sehenswerte Stadt, in der man auch mehr als 3 Tage verbringen kann.
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| Melbourne-city |
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| viel Street-Art |
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| interessierte Gesichte wärend der Stadtführung |
Nun geht es am Montag wieder zurück
nach Sydney für ein paar Tage zusammen mit Yannick und Felix. Wir werden ein
bisschen Sightseeing machen und höchstwahrscheinlich einen Tagesausflug nach
Wollongong machen um Kristina zu besuchen. Vielleicht folgt dann noch ein
kleine Auf-Wiedersehen-Australien-Eintrag bevor es auf nach Asien geht!